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Mitteldeutsche Zeitung: Bundespräsident SPD-Politiker Edathy hält Köhler für überfordert und zweifelt an dessen Amtsverständnis

Halle (ots) - Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy wertet den Rücktritt von Bundespräsident Horst Köhler als Zeichen der Überforderung. "Köhlers Verhalten weckt Zweifel an seinem Amtsverständnis", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag-Ausgabe). "Die Erwartung, man habe bei hinterfragbaren öffentlichen Äußerungen des Bundespräsidenten entweder zuzustimmen oder zu schweigen, ist mit allgemeinen demokratischen Grundsätzen nicht in Übereinstimmung zu bringen. Köhlers Rücktritt weist auf eine persönliche Überforderung hin." Kanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Guido Westerwelle müssten sich nun fragen, "ob sie 2004 den Richtigen auf den Schild gehoben und ihm 2009 zur Wiederwahl verholfen haben", so Edathy. "Ich hielte es für wünschenswert, sich jetzt auf einen allgemein respektierten Nachfolgekandidaten zu verständigen." Der SPD-Politiker hatte 2004 mit dafür gesorgt, dass die SPD Gesine Schwan als Kandidatin nominierte.

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