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Mitteldeutsche Zeitung: zu China und Buchmesse

    Halle (ots) - Mit dieser Entschuldigung an den ungnädigen Gast war klar, wie Wahrnehmung und Wirklichkeit des Riesenreichs funktionieren: Die Chinesen geben die Regeln vor - und die Europäer fügen sich diesem Spiel. Das wäre schon peinlich, wenn es nur um eine Frage der Etikette ginge. Da es aber um ein politisches Thema- nämlich das Demokratieverständnis des größten Literaturmarktes der Welt - geht, ist es ein Skandal.  Wenn sich die Frankfurter von den Chinesien erpressen lassen, dann mögen sie damit zwar ihr umfangreiches Gast-Programm für diesen Herbst retten. Der Preis dafür aber ist unverhältnismäßig hoch: Die Veranstalter riskieren ihre Glaubwürdigkeit, ihre politische wie kulturelle Deutungshoheit.

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