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Lausitzer Rundschau: Zeichen richtig setzen Zu den Ermittlungen zum Brandanschlag auf Hoyerswerdaer Flüchtlingsheim

Cottbus (ots) - Zeichen setzen will die Brandenburger Politik. Sie hat am Freitag dafür gestimmt, dass Polizisten auch künftig als Person erkennbar bleiben müssen. Dafür sorgen Name und Nummer auf der Dienstkleidung. Das ist ein klares Zeichen, ein Zeichen für Offenheit und Transparenz. Die Bürger sollen sehen, wer ihnen gegenübersteht - auch in der Hitze einer Demo oder beim Fußballspiel: kein gesichtsloser Roboter sondern ein Mensch. Ein Mensch, der im Zweifel auch Gewalt anwenden muss, wenn es die Situation erfordert. Ein Mensch, der sich im Nachhinein aber für diese Gewalt rechtfertigen muss, weil er als Individuum erkennbar ist. Ein Zeichen setzen wollten offenbar auch die jugendlichen Rechtsextremen, die in Hoyerswerda einen Brandanschlag auf die Unterkunft für Asylbewerber verübt haben. Nach ihrer Vernehmung gaben sie am Freitag an, ein Zeichen gegen Zuwanderung setzen zu wollen. Ein feiges Zeichen, anonym und billigend in Kauf nehmend, dass Menschen verletzt oder gar getötet werden. Gibt es einen richtigen und einen falschen Weg, um ein Zeichen zu setzen? Ja! Der Hoyerswerdaer war der falsche.

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