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Lausitzer Rundschau: Schlitzohr Schäuble Finanzministerium rechnet Kalte Progression weg

Cottbus (ots) - Ja, es stimmt, die Inflationsrate ist derzeit sehr niedrig, was den Effekt der Kalten Progression kräftig minimiert. Und es ist auch richtig, dass eine Erhöhung des steuerlichen Grundfreibetrages einem Reallohnverlust zusätzlich entgegenwirkt. Doch wer weiß schon genau, wie sich die Inflation in den nächsten Jahren entwickelt? Was sich auf dem Papier für Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble trefflich rechnet, muss in der Realität noch längst nicht stimmen. Im Kern geht es um die Behebung eines strukturellen Problems im Steuerrecht: Es ist schlicht leistungsfeindlich, wenn Lohnerhöhungen von der Teuerungsrate aufgezehrt werden und sich der Staat daran bereichert. Deshalb gilt es, den Tarif regelmäßig anzupassen. So wie es Fachleute schon seit Jahren fordern. Schäuble muss die Kasse zusammenhalten. Das liegt in der Natur seines Amtes. Aber bei seiner schlitzohrigen Art, das Problem der Kalten Progression zu "beseitigen", sollten besser die Bürger ihre Taschen zuhalten.

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