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Lausitzer Rundschau: Willkommen in der Realität Der ADAC und die Fernbusse

Cottbus (ots) - Der ADAC hat wahrlich andere Probleme, als auch noch im hart umkämpften und derzeit kaum gewinnbringenden Fernbusgeschäft mitzumischen. Nach dem Skandal um gefälschte Auto-Rankings ist es daher klug, dass der Automobilclub sich wieder auf seine Kernkompetenzen besinnen will. Nur so gewinnt man Vertrauen bei Mitgliedern und bei denen zurück, die dem Club zahlreich den Rücken gekehrt haben. Der Ausstieg des ADAC, aber auch die Insolvenzanträge verschiedener Anbieter in den vergangenen Wochen werfen ein neues Schlaglicht auf den Markt der Fernbusreisen. Ohne Zweifel ist die Anfang 2013 in Kraft getretene Liberalisierung ein großer Erfolg. Vor allem für junge Leute ist die Fahrt mit dem Bus attraktiv und erschwinglich. Doch das Geschäft lohnt sich eben nicht für jeden Anbieter, selbst dann nicht, wenn ein Streik bei der Deutschen Bahn für einen noch größeren Ansturm auf die Busse sorgt. Warum das so ist, ist leicht zu erklären. Bislang haben die Unternehmen mit Kampfpreisen versucht, sich die Kunden gegenseitig auszuspannen. Wer allerdings Fahrten über lange Distanzen für ein paar Euro anbietet, der verdient damit auf Dauer kein Geld. Soll heißen: Die Phase der Markteinführung neigt sich dem Ende entgegen, jetzt beginnt die Marktbereinigung. Die Branche kommt langsam aber sicher in der Realität an. Für die Kunden bedeutet das, sie müssen sich mittelfristig auf steigende Ticketpreise einstellen. Selbst dann dürfte es aber immer noch günstiger sein, den Fernbus zu benutzen anstatt die Bahn oder den eigenen Pkw. Wenn man die Zeit dafür hat.

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