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Lausitzer Rundschau: Die termingerechte Inbetriebnahme des BBI ist gefährdet

Cottbus (ots) - So ist es oft. Ehe die Politiker einen Schlag mit dem Holzhammer bekommen, dürfen sie noch mal jubeln. So war es auch am 7. Mai, als das Richtfest für das Terminal des künftigen Flughafens Berlin Brandenburg International (BBI) gefeiert wurde und sich die Politprominenz beider Länder "trotz aller Schwierigkeiten im Kosten- und Zeitplan" wähnte, wie Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) frohlockte. Da wussten die Planer des Großprojekts längst, dass sie sich verflogen haben und es kaum noch schaffen werden, den BBI pünktlich am 30. Oktober 2011 auf die Landebahn zu bringen. Wowereit als Chef des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft bleibt die Peinlichkeit nicht erspart, dass es die Geschäftsführung des Unternehmens lange nicht für nötig hielt, ihn zu informieren. Ein wesentlicher Hintergrund für die Verzögerungen ist offenbar die bereits im Februar erfolgte Insolvenz des Ingenieurbüros IGK/IGR. Es war einer der drei Generalauftragnehmer für die Planungen und soll im Februar erst ein Fünftel seiner Arbeiten erledigt gehabt haben. In den Berliner Medien wird derzeit kräftig spekuliert, ob der BBI nun Wochen oder sogar Monate später den Betrieb aufnimmt. Vielleicht, so hoffen manche, könnte mit hohem Zusatzaufwand der Termin doch noch gehalten werden. So oder so, die Kosten für das Milliarden-Projekt dürften weiter steigen. Und wieder einmal werden sich Politiker und Manager streiten, wer den Steuerknüppel nicht richtig in der Hand hatte.

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