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Lausitzer Rundschau: Champions im Verborgenen Potsdams Fußballfrauen und ihr Kampf um Öffentlichkeit

Cottbus (ots) - Am heutigen Donnerstag findet das Finale in der Champions League statt. Wirklich schon heute, wird so mancher Fußball-Fan verwundert fragen. Denn Bayern München spielt doch erst am Samstag gegen Inter Mailand! Stimmt, und doch geht es auch zwei Tage vorher schon um die Krone im europäischen Club-Fußball - allerdings bei den Frauen. Es ist das Los der Kickerinnen von Turbine Potsdam, dass sie trotz großer Erfolge auch weiterhin im Schatten ihrer männlichen Kollegen stehen. Bezeichnend: Das Champions-League-Finale gegen Frankreichs Meister Olympique Lyon findet heute zwar in Madrid statt. Aber nicht im berühmten Bernabeu-Stadion, also der Heimstätte von Real Madrid, sondern im Vorort Getafe. Wenn das 17 000 Zuschauer fassende Stadion mit dem wohlklingenden Namen Coliseum Alfonso Perez in Getafe heute wirklich bis auf den letzten Platz gefüllt sein sollte, wäre das zweifellos ein Erfolg für den Frauenfußball. Und doch zeigt es gleichzeitig das Dilemma dieser Sportart. Denn auch ein Jahr vor der Frauenfußball-WM in Deutschland fristet selbst der Deutsche Meister Turbine Potsdam ein Champions-Dasein im Verborgenen. Obwohl Trainer Bernd Schröder und sein Team mit einem Sieg gegen Lyon heute unsterblich werden können, weil der Pokal zum ersten Mal vergeben wird - in der öffentlichen Wahrnehmung tut sich der Frauenfußball weiterhin schwer. Es gibt bis zum Anpfiff der WM im Juni 2011 also noch viel PR-Arbeit zu erledigen. Der Gewinn der Champions League wäre dabei eine große Hilfe.

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