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Lausitzer Rundschau: Start für kirchliche Hilfsaktionen Stimme des Innehaltens

    Cottbus (ots) - Glühweinselige Menschen hasten durch die Straßen, beladen mit Einkaufstüten voller Weihnachtsgeschenke. Gestern, am ersten Advent, war das ein typisches Bild in vielen Innenstädten. Vielerorts war verkaufsoffener Sonntag. Und die Scanner der Ladenkassen piepten fröhlich im Chor mit den dahingedudelten Weihnachtsliedern aus den Deckenlautsprechern der Kaufhäuser. Die beiden großen Kirchen setzten da ein anderes Zeichen: Mit der katholischen Lateinamerika-Hilfsaktion "Adveniat" und der evangelischen Aktion "Brot für die Welt" starteten sie ihre Spendenkampagnen für die Entwicklungsländer. In einer Zeit, in der hierzulande der Kommerz regiert, fordern sie dazu auf, Menschen in Äthiopien und Haiti in den Blick zu nehmen. Abzugeben, zu teilen und sich Zeit zu nehmen für ein bisschen Nächstenliebe. Die Direktorin von "Brot für die Welt", Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, hat völlig recht, wenn sie zu einem rücksichtsvollen Lebensstil ohne Egoismus, Gier und Habsucht aufruft. Es ist gut, dass es gerade in der Adventszeit solche Stimmen gibt. Ohne sie wären die Wochen vor Weihnachten ärmer, gilt doch gerade die Adventszeit als eine Zeit des Innehaltens, der Ruhe und Besinnung. Noch besser allerdings wäre es, würden wir gelegentlich auch einmal auf sie hören.

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