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Lausitzer Rundschau: Kehrtwende mit Folgen Atomkraft könnte zum Wahlkampfthema werden

    Cottbus (ots) - Dass die Schweden nach jahrzehntelangem Verbot den Bau neuer Atomreaktoren zulassen wollen, ist zweifellos ein Signal an viele andere Staaten Europas, insbesondere aber an Deutschland. Man muss kein Prophet sein,  um zu wissen, dass die Kehrtwende im hohen Norden nun den deutschen Glaubenskrieg um den Atomausstieg kräftig befeuern wird. Die Entwicklung beim Ölpreis, die Wirtschaftskrise und der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine haben den Befürwortern längerer Laufzeiten ohnehin schon in die Hände gespielt. Jetzt also auch noch die Schweden, die ja sowieso auf vielen Politikfeldern Musterschüler sein sollen. Seht her, werden die Gegner des Atomausstiegs nun sagen, in Europa ist man dabei, sich energie- und klimapolitisch zu besinnen. Nur Deutschland isoliert sich. Das ist richtig. Jedoch sagt das noch lange nichts darüber aus, ob deshalb der deutsche Weg auch falsch ist. Die Gründe für den Atomausstieg werden durch die schwedische Entscheidung schließlich nicht gänzlich obsolet - allen voran die unbeantwortete Frage des fehlenden Endlagers hierzulande für den radioaktiven Müll. Klar ist: Die weitere Zukunft der Kernenergie in Deutschland wird ein heißes Wahlkampfthema werden - und das ist gut so.

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