Aktion Mensch

"In der Vielfalt der Menschen liegt unser Reichtum"
Bundespräsident Christian Wulff setzt sich gemeinsam mit der Aktion Mensch für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ein

Bonn (ots) - Bei einer Matinee im Schloss Bellevue anlässlich des morgigen Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung warb Bundespräsident Christian Wulff heute gemeinsam mit der Aktion Mensch dafür, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen. "Erst wenn Verschiedenheit als selbstverständlich empfunden, gedacht und gelebt wird, werden wir die Barrieren beseitigt haben. Das mag in manchem noch ein weiter Weg sein. Aber wir haben einen klaren Kurs, wie er in der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung dargelegt wird.", sagte der Bundespräsident, der Schirmherr der Aktion Mensch ist.

Martin Georgi, Vorstand der Aktion Mensch, sieht die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention vor allem als Chance für die gesamte Gesellschaft: "Gerade in der Vielfalt und Verschiedenartigkeit von Menschen liegt der eigentliche Reichtum unserer Gesellschaft - wirtschaftlich, sozial und kulturell. Je besser es uns gelingt, Menschen mit und ohne Behinderung zusammenzubringen, desto größer ist der Nutzen für alle."

Die Aktion Mensch, größte private Förderorganisation Deutschlands, will mit dieser Veranstaltung für ein grundlegend neues Verständnis im Umgang mit Menschen mit Behinderung werben. Der Gedanke der Inklusion soll das bisherige Integrationsverständnis ersetzen. "Integration baut nachträglich Rampen, um Treppen zu überwinden. Inklusion plant Häuser von Beginn an so, dass Barrieren gar nicht erst entstehen", fasst Martin Georgi das Bild der Aktion Mensch von einer inklusiven Gesellschaft zusammen.

In der Matinee präsentierten die Moderatoren, TV-Journalistin Barbara Hahlweg und der mehrfache Paralympics-Sieger Matthias Berg, den 150 geladenen Gästen mit und ohne Behinderung gelungene Beispiele für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderung in die Arbeitswelt, in Freizeit- und Wohnangebote. Diese aus den Erlösen der Soziallotterie der Aktion Mensch geförderten Beispiele sollen verdeutlichen, dass Menschen mit Behinderung gleichberechtigt und selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. So wie die Mitarbeiter des Drei-Sterne-Hotels Kornspeicher in Marburg, die dort unbesehen ihrer Behinderung einen ganz regulären Arbeitsplatz gefunden haben. Oder die DIN A 13 tanzcompany: Eine der wenigen Tanzensembles weltweit, in denen Menschen mit und ohne körperliche Behinderung gemeinsam tanzen. Für die musikalische Unterhaltung der Gäste sorgten die Soulhossas aus Reutlingen. Der starke, rockige Sound der sechs Musiker mit und ohne Behinderung brach ein wenig mit der ehrwürdigen Atmosphäre im Schloss Bellevue. Dem Bundespräsidenten hat es trotzdem gefallen: "Selten sind diese Räume im Schloss so sinnvoll genutzt worden wie heute."

Über die Aktion Mensch e.V.

Die Aktion Mensch ist die größte private Förderorganisation im sozialen Bereich und eine der erfolgreichsten gemeinnützigen Organisationen in Deutschland. Die Soziallotterie wurde 1964 als Aktion Sorgenkind gegründet und 2000 in Aktion Mensch umbenannt. Zu ihren Mitgliedern gehören: ZDF, Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie, Der Paritätische Gesamtverband, Zentrale Wohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland. Gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden setzen sich die 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Aktion Mensch für eine gerechte und solidarische Gesellschaft ein, in deren Mittelpunkt Inklusion, Vielfalt und Selbstbestimmung stehen. Der Verein unterstützt mit seinen Erlösen jeden Monat mehr als 1.000 soziale Vorhaben der Behindertenhilfe und -selbsthilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Möglich machen dies etwa 4,6 Millionen Menschen, die sich regelmäßig an der Aktion Mensch-Lotterie beteiligen. Seit ihrer Gründung hat die Aktion Mensch auf diese Weise bereits mehr als drei Milliarden Euro in Förderprojekte investiert. www.aktion-mensch.de

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