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Sozialverband Deutschland (SoVD)

SoVD: Die Rente mit 67 benachteiligt Frauen

Berlin (ots)

Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt
Brigitte Setzer-Pathe, Sprecherin der Frauen im Sozialverband 
Deutschland:
Das Bundeskabinett wird am 8. März die schrittweise Erhöhung des 
Rentenalters auf 67 Jahre beschließen. Damit beschließt das 
Bundeskabinett am Internationalen Frauentag ein Vorhaben, das Frauen 
benachteiligt.
Die Möglichkeit, nach 45 Beitragsjahren wie bisher mit 65 Jahren 
in Rente zu gehen, werden die allerwenigsten Frauen in Anspruch 
nehmen können. Nur sieben Prozent der Frauen erfüllen diese 
Voraussetzung. Denn die Regelung geht an der Lebensrealität von 
Frauen vorbei. Zwar werden drei Jahre Erziehungszeit pro Kind als 
Beitragszeit anerkannt, doch die tatsächliche Unterbrechung der 
Erwerbstätigkeit ist häufig länger. Es fehlt häufig an 
Kinderbetreuungsmöglichkeiten und der Wiedereinstieg in den Beruf 
wird durch die schlechte Lage am Arbeitsmarkt zusätzlich erschwert.
Der Schlüssel zu einer ausreichenden eigenständigen Rente ist die 
Berufstätigkeit der Frau. Benachteiligungen von Frauen im 
Erwerbsleben wie zum Beispiel Lohndiskriminierung müssen konsequent 
abgebaut werden. Frauen dürfen nicht in Minijobs und Teilzeitarbeit 
abgedrängt werden. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss für 
Väter und Mütter verbessert werden. Daher fordern wir die 
Bundesregierung und die Länder auf, die Rahmenbedingungen für die 
Erwerbstätigkeit von Frauen zu verbessern, insbesondere durch den 
flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung. Dies ist eine dringliche
Aufgabe.
Die Renten von Frauen sind nach wie vor gering. Die 
durchschnittliche Rentenhöhe von Frauen in Westdeutschland beträgt 
495 Euro. Für Frauen in Ostdeutschland liegt sie mit 661 Euro höher, 
weil sie länger erwerbstätig waren. Frauen haben nach wie vor ein 
höheres Risiko der Altersarmut. Das muss sich endlich ändern.
V.i.S.d.P.: Dorothee Winden

Kontakt:

Dorothee Winden
SoVD-Bundesverband
Pressestelle
Stralauer Str. 63
10179 Berlin
Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123
Fax: 030/72 62 22 328
E-Mail: pressestelle@sovd.de

Original-Content von: Sozialverband Deutschland (SoVD), übermittelt durch news aktuell

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