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SoVD: UN-Konvention umsetzen - barrierefreie Schulgebäude schaffen

    Berlin (ots) - Zur Debatte um das zweite Konjunkturpaket erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

    Bei der Schulsanierung, die die Bundesregierung im Rahmen des zweiten Konjunkturprogramms plant, muss die Verwirklichung von Barrierefreiheit eine zentrale Rolle spielen. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Barrierefreiheit von Schulgebäuden zum Förderkriterium für die Geldvergabe zu machen.

    Barrierefreie Schulgebäude sind eine entscheidende Voraussetzung für das inklusive Lernen, also den gemeinsamen Schulunterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern. Hier muss Deutschland noch erhebliche Anstrengungen unternehmen. Das von der Bundesregierung angekündigte zweite Konjunkturprogramm kann und muss hier ansetzen. Mit der barrierefreien Gestaltung der Schulgebäude wird eine wichtige Voraussetzung für eine inklusive Schule, eine Schule für alle, geschaffen.

    Die Verwirklichung der umfassenden Barrierefreiheit von Schulen muss ein erster Schritt zur Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen sein, die am 1. Januar 2009 in Deutschland in Kraft tritt. Die Umsetzung der UN-Konvention muss zügig angegangen werden. Denn auch für Deutschland ergeben sich aus der Konvention zahlreiche Handlungsaufträge. Dies gilt vor allem für die Verwirklichung von Barrierefreiheit und der inklusiven Bildung.

    Das deutsche Schulsystem schließt behinderte Kinder in hohem Maß vom Besuch von Regelschulen aus. Mehr als 80 % der behinderten Schüler besuchen eine Sonderschule. Damit ist Deutschland trauriges Schlusslicht im europäischen Vergleich. Der SoVD fordert die Bundesregierung und die Bundesländer auf, entschiedene Schritte zu unternehmen, um die inklusive Bildung in Deutschland voranzubringen. Der gemeinsame Schulunterricht für behinderte und nicht behinderte Kinder darf nicht länger die Ausnahme, er muss zur Regel werden. Die qualitativ hohe sonderpädagogische Förderung muss in die Regelschulen integriert werden.

    Die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen hat die umfassende Gleichstellung, Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen zum Ziel.

    V.i.S.d.P.: Dorothee Winden

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