VKE-Kosmetikverband

Ergebnis 2009: Luxuskosmetikbranche verzeichnet leichtes Umsatzminus von 1,5 %
VKE-Kosmetikverband hält 2010 Wachstum von 1 Prozent für möglich

Berlin/Düsseldorf (ots) - Die selektiven Kosmetikmarken haben das Krisenjahr 2009 mit einem blauen Auge überstanden und mussten nur leichte Umsatzverluste hinnehmen.

"Zum Glück waren die Verbraucher jeder Prognose zum Trotz viel positiver gestimmt, als man es erwarten konnte. Sie verhielten sich über praktisch alle Einkommensklassen hinweg ungewohnt antizyklisch. So stabilisierten sich nach Rückgängen in den ersten sechs Monaten die Umsätze im 2. Halbjahr 2009", sagt Stephan Seidel, VKE-Präsident und Geschäftsführer Clarins, auf der VKE-Jahrespressekonferenz in Düsseldorf. "Ziel für 2010 wird es sein, die Konsumenten durch innovative Konzepte, die Schaffung von Erlebniswelten, durch Beratung und individuelles Eingehen auf die Kundenwünsche zum Kauf zu animieren. Dazu gehört auch, den ausufernden Preisschlachten Einhalt zu gebieten. Die Entwertung der Marke schadet Verbrauchern, Industrie und Handel gleichermaßen."

Die vom VKE-Kosmetikverband repräsentierten Unternehmen der mittel- und höherpreisigen Kosmetik erreichten 2009 einen Branchenumsatz von 1,693 Mrd. Euro. Das entspricht einem Minus von 1,5 % gegenüber dem Vorjahr.

In der Einzelbetrachtung der Segmente erzielen die Unternehmen folgende Ergebnisse: Die Damendüfte konnten sich im vergangenen Jahr recht gut behaupten. Sie schneiden als einziges Segment mit einem Plus von 0,3 Prozent positiv ab. Verantwortlich dafür sind erneut sowohl die Klassiker als auch die Neulancierungen.

Die Dekorative Kosmetik, die bisher regelmäßig als Wachstumstreiber fungierte, verzeichnet ein Minus von 0,4 Prozent. Innerhalb dieses Segments bleibt die Entwicklung bei den Lippenstiften aber stabil, d.h. der sogenannte Lipstickfaktor hat sich bewahrheitet. Rot bleibt die beliebteste Lippenstiftfarbe.

Die Pflegende Kosmetik (Gesichtspflege Damen und Sonnenpflege) liegt mit einem moderaten Minus von 1,1 Prozent 2009 hinter den Erwartungen zurück. Die Verbraucher haben trotz innovativer, leistungsstarker Neuheiten zunehmend zu Alternativen bei den sogenannten Konsummarken gegriffen.

Die Achterbahnfahrt der vergangenen Jahre bei der Männerkosmetik hat sich fortgesetzt. Sie bescherte dem Segment im vergangenen Jahr ein Minus von 4,2 Prozent. Grundsätzlich werden die Männer zwar immer kosmetikaffiner, sie sind jedoch sehr preissensibel, d.h. an die überzeugende Fachberatung werden hohe Ansprüche gestellt. Das klassische Körperpflegesegment hat 2009 dramatisch um 5,9 % verloren.

Für 2010 erwartet der VKE-Kosmetikverband Umsatzstabilität. VKE-Geschäftsführer Martin Ruppmann: "Abhängig von der Entwicklung auf den Arbeitsmarkt und der Konsumstimmung sind sogar leichte Umsatzzuwächse von bis zu 1% denkbar. Gemäß der aktuellen Mitgliederumfrage prognostizieren 21% der VKE-Mitglieder für ihre Marken 2010 Umsatzsteigerungen und weitere 54% glauben, zumindest das Niveau 2009 halten zu können. Im vergangenen Jahr lag die Zahl der Unternehmen, die mit sinkenden Umsätzen kalkulierte noch bei 72%. Die höchsten Erwartungen setzt man in die Segmente Pflegende Kosmetik und Damendüfte/Parfüms."

Der Kampf gegen Produkt- und Markenpiraterie bleibt wegen der hohen Fallzahlen weiterhin ein Kernthema der Verbandsarbeit. Der Verband wird auch 2010 alles daran setzen, die kriminellen Machenschaften der Fälscher einzudämmen. Wichtiger Teilaspekt ist dabei für die Industrie eine umfassende Aufklärung der Verbraucher. Daher beteiligt sich der VKE-Kosmetikverband seit 2008 an der APM-Road Show "Schöner Schein. Dunkler Schatten", die noch bis zum Sommer 2010 in vielen ECE-Einkaufszentren gezeigt wird.

Martin Ruppmann: "Produkt-und Markenpiraterie ist eine besondere Form gefährlicher Wirtschaftskriminalität. Sie schädigt unsere Branche und das Gemeinwohl, weil Arbeitsplätze verloren gehen, weil in erheblichem Maße Steuergelder hinterzogen und die Gesundheit oder sogar das Leben der Verbraucher gefährdet werden. Politik und Behörden sind daher gefordert. Wir verlangen eine konsequentere Umsetzung der vorhandenen strafrechtlichen Vorschriften, eine härtere Ausschöpfung der aktuell vorgesehenen Strafmaße sowie die Einführung einer Mindestfreiheitsstrafe von einem halben Jahr für gewerblich begangene Schutzrechtsverstöße. Produkt- und Markenpiraterie darf für die Täter nicht mehr völlig risikolos sein."

Der VKE-Kosmetikverband, Berlin wurde 1952 in Frankfurt am Main gegründet und nimmt die gemeinsamen Berufs- und Fachinteressen der Distributeure bzw. Hersteller selektiv vertriebener Duft- bzw. Kosmetikprodukte in Deutschland wahr. Mitglieder des VKE sind heute 50 deutsche Vertriebstöchter ausländischer Stammhäuser bzw. inländische Kosmetikproduzenten, die über 200, zum Teil weltbekannte Marken und einen Umsatz von knapp 1,7 Mrd. EUR repräsentieren. Die VKE-Mitgliedsfirmen stehen für ca. 35 Prozent des gesamten Kosmetikmarktes in Deutschland.

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