Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)

Arbeitswelt-Studie: Gute Arbeit wird immer besser

Berlin (ots) - Die Arbeitsbedingungen in Deutschland werden immer besser und sind derzeit so gut wie nie zuvor. Dies geht aus einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor: Der jährliche Urlaubsanspruch ist mit durchschnittlich über 31 Tagen auf Rekordhöhe, gleichzeitig liegt die tarifliche Wochenarbeitszeit mit 38 Stunden auf einem Tiefstand, während die Löhne weiter steigen. Zudem wird Arbeit selbst immer sicherer und trotz höherer Arbeitsintensität haben Gesundheitsbelastung und Überforderung auch in den letzten Jahren nicht zugenommen. "Die Bilanz der Entwicklung der Arbeitsqualität ist eindeutig: Dank guter Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt haben nicht nur mehr Menschen einen Job, sondern gleichzeitig auch steigende Löhne und immer bessere Arbeitsbedingungen", resümiert der Geschäftsführer der INSM, Hubertus Pellengahr, die Ergebnisse. "Neue Arbeitsverordnungen oder verschärfte Arbeitsschutzgesetze sind unnötig und widersprechen dem Deutschland-Prinzip. Sie gefährden die Wettbewerbsfähigkeit und damit mittel- und langfristig unseren Lebensstandard. Die vielen Urlaubstage, schonenden Arbeitsbedingungen und die hohe Kaufkraft verdanken wir in erster Linie unserer Wirtschaftskraft und nicht unseren Arbeitsschutzgesetzen. Ohne stabiles, nachhaltiges Wirtschaftswachstum könnten wir uns nur einen Bruchteil von alledem leisten."

"Umfragen zeigen: Die Gesundheitsbelastung durch Arbeit ist in Deutschland nur selten ein Problem. Mit nur etwa 19 Prozent, die glauben ihre Arbeit beeinträchtige die Gesundheit, belegt Deutschland einen internationalen Spitzenplatz", erklärt der Studienautor, Christoph Schröder. Dies spiegelt sich sowohl im Rückgang der Arbeitsunfälle, als auch an der niedrigen Quote der verminderten Erwerbsfähigkeit wider, die mit derzeit rund 21 Prozent deutlich niedriger ist, als noch vor 40 Jahren. Die Wahrscheinlichkeit eines Arbeitsunfalls war damals mehr als drei Mal so hoch wie heute. Selbst Anfang der 90er Jahre war das Unfallrisiko noch mehr als doppelt so hoch wie heute.

Arbeiten ist nicht nur angenehmer, sondern auch immer lohnender geworden. Mit 16,25 Euro in Westdeutschland und 12,54 Euro in Ostdeutschland können sich die Deutschen von einer Stunde Arbeit mehr leisten denn je. Dies gilt besonders bei technischen Geräten. So muss man für eine neue Waschmaschine heute nur noch halb so lange arbeiten wie Anfang der 90er Jahre.

Insgesamt zeigt sich in Deutschland ein positiver Dreiklang aus einer hohen Zufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen, dem Gefühl, selbst eine gute Arbeit zu machen, und der Ansicht, im Beruf Sinnvolles zu tun.

Verbesserungsbedarf besteht laut der Analyse in der Erwerbsbeteiligung von Frauen, die häufig nur in Teilzeit arbeiten. "Noch immer lassen sich Arbeit und Familie nicht gut genug miteinander vereinbaren. Hier muss die Bundesregierung ansetzen und das Kinderbetreuungsangebot weiter verbessern", so Hubertus Pellengahr.

Die vollständige Studie mit zahlreichen Grafiken finden Sie unter www.insm.de/Presse.

Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Sie wirbt für die Grundsätze der Sozialen Marktwirtschaft in Deutschland und gibt Anstöße für eine moderne marktwirtschaftliche Politik. Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie finanziert.

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Pressesprecher INSM: Florian von Hennet, Tel. 030 27877-174;
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