INSM-Bildungsgipfel der Praxis in Dresden / Schule muss anders gelebt werden! / Namhafte Bildungsexperten stellen sieben Forderungen an die Politik

INSM-Bildungsgipfel der Praxis in Dresden / Schule muss anders gelebt werden! / Namhafte Bildungsexperten stellen sieben Forderungen an die Politik
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Dresden (ots) - Am Vorabend zum Bund-Länder Bildungsgipfel trafen sich in Dresden 22 Experten aus der Bildungspraxis. In einem dreistündigen computerunterstützten Workshop erarbeiteten die Schulpraktiker einen Forderungskatalog, der sich an die verantwortlichen Politiker richtet. Schwerpunkt dieses Praxisgipfels war es, den Schulalltag in den Mittelpunkt zu stellen. Ergebnis: Schule muss anders gelebt werden!

Aus einer Vielzahl von konkreten Verbesserungsvorschlägen wurden sieben zentrale Forderungen entwickelt, die aus Sicht des Praxisgipfels höchste Priorität haben.

Der Meinungsbildungsprozess im Workshop, den Oliver Kannapin von "Transformationsberatung GmbH" moderierte, verlief durchaus kontrovers. Die sieben Forderungen bilden die Mehrheitsmeinung ab. Das bedeutet aber nicht die uneingeschränkte Zustimmung jedes Experten zu jeder Forderung.

"Der Workshop hat mir gezeigt, dass die Schulpraktiker die ausgetretenen pädagogischen Pfade verlassen wollen und in den Mittelpunkt der Schule das gelingende Leben der Schüler stellen", erklärte Gipfel-Teilnehmer Ernst Fritz-Schubert, Initiator des Schulfachs Glück.

Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), lobte den Praxisgipfel als wichtiges Signal: "Es ist hervorragend, dass hier überhaupt die Möglichkeiten geschaffen wurde, dass die Praxis in der Bildungspolitik zu Wort kommt. Diese sieben Forderungen brauchen Geld, Zeit, qualifiziertes Personal und ein motivierendes Lernumfeld. Die Praktiker erwarten vom Qualifizierungsgipfel eine klare Gesamtstrategie zur Umsetzung."

Peter Daschner, Direktor des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwick-lung in Hamburg, betonte den besonderen Charakter des 7-Punkte-Katalogs: "Die Ergebnisse sind keine bloßen Forderungen an andere, sondern vor allem auch eine echte Selbstverpflichtung der Bildungspraktiker, die wir in unserem Alltag erfüllen wollen."

Der Veranstalter des Praxisgipfels, INSM-Geschäftsführer Max A. Höfer, sagte: "Es ist ein großer Erfolg, dass der Praxisgipfel viele unterschiedliche Positionen an einen Tisch gebracht hat. Die sieben Forderungen unterstreichen, wie groß die Reformbereitschaft bei den Bildungspraktikern ist. Es geht darum, wie wir Lehrer motivieren. Dafür brauchen die Schulen Vorgaben, an denen sie sich messen lassen müssen."

Die Teilnehmer des Bildungsgipfels der Praxis:

   Tina Lehnigk, Schülerrat Sachsen
   Christian Boettger, Geschäftsführung Bund Deutscher Waldorfschulen
   Peter Daschner, Direktor Landesinstitut für Lehrerbildung und
   Schulentwicklung (LI), Hamburg 
   Marianne Demmer, Stellvertretende Vorsitzende und Leiterin des
   Vorstandsbereichs Schule bei der Gewerkschaft Erziehung und
   Wissenschaft (GEW) 
   Christoph Doll, Leiter Institut für "Interkulturelle Pädagogik",
   Freie Hochschule in Mannheim 
   Hülya Eralp, Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung
   e.V., Projekt BQM - Beratungs- und Koordinierungsstelle zur
   beruflichen Qualifizierung von jungen Migrantinnen und Migranten,
   Hamburg 
   Anja Hofmann, Geschäftsführerin Deutsche Bildung GmbH, Frankfurt/
   Main 
   Prof. Dr. Eiko Juergens, Professor für Allgemeine Didaktik und
   Schulpädagogik, Universität Bielefeld 
   Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Kaminski, Geschäftsführer und
   wissenschaftlicher Leiter Institut für Ökonomische Bildung GmbH,
   Carl von Ossietzky Universität Oldenburg 
   Prof. Dr. Reiner Lehberger, Professor für Erziehungswissenschaft,
   Psychologie und Bewegungswissenschaft, Universität Hamburg
   Anne-Marie May, Fontane-Gymnasium Rangsdorf, Berlin 
   Dr. Axel Plünnecke, Stellvertretender Leiter des
   Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik,
   Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln 
   Gerhard Pöschmann; Stellvertretender Vorsitzender
   Philologenverband Sachsen 
   Prof. Dr. Udo Rauin, Professor für empirische Schul- und
   Unterrichtsforschung, Universität Frankfurt am Main 
   Frederic Rupprecht, Landesvorsitzender der SchülerInnenkammer
   Hamburg. 
   Roman R. Rüdiger, Geschäftsführender buddY e.V., Düsseldorf 
   Ernst Fritz Schubert, Rektor Willy-Hellpach-Schule, Heidelberg
   Prof. Anne Sliwka, Professorin für Schulpädagogik im Fachbereich
   Bildungswissenschaften, Universität Duisburg-Essen 
   Vincent Steinl, Vorstand des Bildungswerks für
   Schülervertretungsarbeit in Deutschland e.V. (SV-Bildungswerk)
   Hendrik Stoya, Schulsozialarbeiter Gesamtschule Paderborn-Elsen
   Sybille Volkholz,  Leiterin Bürgernetzwerk Bildung, Berlin 
   Jens Weichelt, Fachverbandsvorsitzender Sächsischer Lehrerverband
   (SLV) des Verbandes Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

   Der Forderungskatalog des Workshops steht zum Download zu
   Verfügung:
http://www.presseportal.de/go2/Forderungskatalog_des_Workshops 

Pressekontakt:

Bernd Schwang,   
Email: schwang@insm.de,
Tel:(0221) 4981-412