Deutsche Wildtier Stiftung

Willkommen in der Wildtier-Schule: Mama ist die beste Lehrerin
Deutsche Wildtier Stiftung: Wie die "jungen Wilden" im Sommer lernen, was fürs Überleben wichtig ist

Hamburg (ots) - Die Schulkinder in Bremen und Niedersachsen können morgen als Erste jubeln: Hier starten die Sommerferien! Während Menschen-Kinder im Sommer frei haben, müssen Tier-Kinder gerade jetzt in die Wildtier-Schule gehen. Fuchswelpen, Rehkitze, Frischlinge und Entenküken lernen, was in der Natur überlebenswichtig ist. "Dabei ist Mama die beste Lehrerin", sagt Dr. Andreas Kinser, Jagd- und Forstreferent der Deutschen Wildtier Stiftung. Auf dem Stundenplan stehen die Fächer Sicherheitstraining, Nahrungssuche und Verstecken. Gut aufgepasst: Fehler können tödlich enden.

Enten-Küken machen nach zwei Monaten die Abschlussprüfung

Frisch geschlüpfte Stockenten-Küken sind jetzt überall auf den Teichen zu sehen. Sie sind Nestflüchter und hüpfen instinktiv ins unbekannte Nass, bilden sofort eine Reihe und paddeln hinter der Entenmutter her. Doch erfolgreiches Gründeln will gelernt sein. "Die Suche ist angeboren, aber wo gibt es das beste Fressen - und wie findet man es? Mama-Lehrerin macht es den Küken vor. Etwa acht Wochen später klappt es dann auch mit dem Fliegen. Das Enten-Abitur ist bestanden.

Fuchs-Welpen lernen das Einmaleins des Beutemachens

Fuchswelpen werden blind geboren und im Fuchsbau gesäugt. Dann füttert Mama Fuchs zunächst vorverdaute Nahrung und später größere Tiere, die sie in den Bau schleppt. Erst nach einigen Wochen sind die Welpen reif für die Fuchs-Schule. Der praxisnahe Unterricht beginnt. Auf dem Lehrplan steht: Beute fangen und töten. Lernmittel sind lebende Mäuse, die Mama-Lehrerin den Welpen vor die Pfoten legt. Lektion zwei: Mäuse-Nester suchen und unter Aufsicht ausgraben. Lektion drei: Lebensmittelkunde. Welche Früchte können Füchse fressen? Das lernen die Kleinen alles von Mama. Junge Füchse begreifen schnell. Im Alter von drei Monaten haben sie ausgelernt und gehen ihre eigenen Wege.

Beim Wildschwein-Nachwuchs steht Wühlen auf dem Stundenplan

Wildschwein-Mütter sind geduldig. Die gestreiften Frischlinge folgen ihrer Mama schon wenige Tage nach der Geburt auf Schritt und Tritt. Die sozialen Tiere leben in Gruppen - sogenannten Rotten - zusammen, aber Mama Sau erkennt ihren Nachwuchs an Stimme und Geruch. Nach etwa drei Wochen beginnt der Wildschwein-Unterricht. Es geht gemeinsam auf Nahrungssuche. Wer ist der beste Wühler? Was schmeckt - was schmeckt nicht? Und wo finde ich die besten Schlafplätze? Die Frischlinge beobachten genau, was Mama Wildschwein ihnen vormacht.

Reh-Kitze haben Sicherheitstraining

Junge Rehe müssen vor allem lernen: Wie gehe ich in Deckung! Flüchten und sich verstecken gehören zum Sicherheitstraining der Reh-Kitze. Nach einem Jahr ist das Klassenziel erreicht: Dann gehen Rehe ihre eigenen Wege.

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