Deutscher Kinderschutzbund e.V.

Deutscher Kinderschutzbund Bundesverband e.V. entsetzt über Sozialkahlschlag der Bundesregierung

Berlin (ots) - Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, zeigte sich entsetzt über die Ergebnisse der Sparklausur der Bundesregierung: "Hier wird eindeutig am falschen Ende gespart. Besonders der Wegfall des Elterngelds für Hartz-IV-Empfänger ist ein Skandal. Dadurch wird die Situation junger, arbeitsloser Eltern und insbesondere der Alleinerziehenden massiv verschlechtert."

Zudem seien die Folgen der Kürzungen fatal: "Offensichtlich hat die Bundesregierung nicht begriffen, dass die wachsende Kinderarmut in Deutschland das existenzielle Problem für alle künftigen Generationen ist. Anstatt endlich ein schlüssiges Konzept zur Vermeidung von Kinderarmut vorzulegen, verschärft die Bundesregierung die Situation, indem sie bei Säuglingen und Kleinkindern eine Leistung streicht, die es schon seit 1986 als Erziehungsgeld gibt. Damit wird eine Leistung gestrichen, die im Zusammenhang mit der damaligen Debatte um den §218 Strafgesetzbuch als verfassungsrechtlich notwendige Leistung für junge Familien ausgeweitet wurde. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht im Februar klar festgestellt, dass Kinder, die von Sozialgeld leben, schon jetzt unter einer mangelnden sozialen Teilhabe leiden und von schulischer und außerschulischer Bildung weitgehend ausgeschlossen sind. Mit den Sparvorhaben wird diese soziale Schieflage deutlich verschärft. So setzt Deutschland seine Zukunft aufs Spiel", warnte Hilgers.

Bundesgeschäftsführerin Paula Honkanen-Schoberth ergänzt: "Die Familien brauchen nicht weniger, sondern mehr Unterstützung. Durch die Streichung des Elterngelds geraten arbeitslose Familien mit kleinen Kindern zusätzlich unter Druck. Ich fürchte, dass damit die Zahl der Krisenfamilien zunimmt. Das ist kontraproduktiv für den Kinderschutz. In der so bedeutenden Entwicklungsphase im ersten Lebensjahr sollen alle Eltern sich in erster Linie um ihre Neugeborenen kümmern können und nicht um ihre finanzielle Lage. "

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Johanna Suwelack
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