kbv Kassenärztliche Bundesvereinigung

Kommissionsvorschlag zu Patientenmobilität in der EU
Müller: Beste, nicht billigste Versorgung zählt

    Berlin (ots) - Anlässlich der Veröffentlichung des Richtlinienvorschlags der Kommission zu Gesundheitsdienstleistungen und Patientenrechten in der Europäischen Union (EU) hat der Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Carl-Heinz Müller, in Berlin erklärt:

    "Mit diesem Entwurf rückt die Rechtssicherheit für Patienten, Ärzte und andere Anbieter von Gesundheitsdienstleistungen in der EU endlich in greifbare Nähe. Ich rechne damit, dass zahlreiche Patienten aus den europäischen Nachbarländern die Praxen der niedergelassenen Ärzte und auch die Krankenhäuser aufsuchen werden. Die Qualität der medizinischen Versorgung ist bei uns hoch - und wird im Ausland hoch geschätzt. Eines muss deshalb auch klar sein: Der hohe Stand der Qualitätssicherung, den wir in Deutschland haben, muss für Europa verbindlich sein. Damit die Patienten künftig auf einer guten Grundlage entscheiden können, wo und von wem sie sich medizinisch versorgen lassen, brauchen sie jedoch vor allem umfassende und verlässliche Informationen. Ein Wettbewerb, bei dem es nur um das billigste Angebot geht, nützt den Verbrauchern auf lange Sicht wenig. Vielmehr geht es um Qualität. Was nützt mir das billigste Auto, wenn es nach den ersten hundert Kilometern einen Motorschaden hat? Ein Auto kann man ersetzen, für die Gesundheit gilt das nicht. Deshalb brauchen wir Transparenz in einem Wettbewerb um die beste, nicht um die billigste Versorgung. Wenn das gewährleistet ist, steht Deutschland mit dieser Regelung gut da."

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