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Vom Medikamenten-Hilfswerk zum Gesundheitshilfswerk: action medeor engagiert sich im Kampf gegen Aids

    Tönisvorst (ots) - Weltweit sind 36 Millionen Menschen
HIV-Infiziert, davon leben 25 Millionen in Afrika. Zur Zeit
beschäftigt sich die UN-Vollversammlung mit dem Thema AIDS zum ersten
Mal in der Geschichte mit einem Gesundheitsthema. Das
Medikamenten-Hilfswerk action medeor arbeitet im Kampf gegen AIDS
mit einheimischen Partnern vor Ort wie beispielsweise der Catholic
AIDS-Action in Namibia zusammen. AIDS ist auch Thema auf der
Mitgliederversammlung der action medeor.
    
    "Die Krankheit hinterlässt furchtbare Spuren", sagte der
Schatzmeister Josef Stangenberg, der gerade von seiner
Informationsreise aus Namibia zurückgekehrt ist. action medeor
liefert Medikamente und Hygieneprodukte und hat sich an der
Finanzierung eines Krankenhauses in Oshikuku in Namibia beteiligt. In
einem anderen Projekt in Benin stellt das Hilfswerk HIV-Tests bereit.
In diesem Projekt soll auch erstmals das Medikament Nevirapin, das
action medeor nach Zusage von Boehringer Ingelheim kostenlos bekommt,
eingesetzt werden. "Wir werden im Kampf gegen AIDS unseren Beitrag
zusammen mit anderen Werken leisten", sagte Bernd Pastors,
Geschäftsführer der action medeor.
    
    Auf der Mitgliederversammlung zog Bernd Pastors Bilanz. "Weltweit
helfen mit Medikamenten. Dieser Slogan begleitete die Arbeit der
action medeor im letzten Jahr." Dazu gehörte auch die fachliche
Begleitung der Partner und die eigenverantwortliche Durchführung von
Projekten in der nachhaltig ausgerichteten Entwicklungszusammenarbeit
und der kurzfristigen Not- und Katastrophenhilfe. Insgesamt
verschickte das Tönisvorster Werk 42.408 Medikamenten-Pakete mit
einem Gewicht von 598 Tonnen in alle Welt. Das Hilfswerk betreut
11.871 Stationen in 157 Ländern. Der Wert der medeor-Hilfe beläuft
sich auf 18.4 Millionen Mark.
    
    Heinz-Josef Vogt, Vorsitzender der action medeor, stellte die
strategische Weiterentwicklung vor. "Vom Medikameten-Hilfswerk zum
Gesundheitshilfswerk, diese Worte bringen die Entwicklung von action
medeor auf den Punkt. Seit 1964 versorgt action medeor Menschen in
aller Welt mit wichtigen Medikamenten und nun ist action medeor einen
Schritt weiter gegangen. Das Hilfswerk leistet nicht nur
Medikamentenhilfe, sondern unterstützt auch Länder, tragfähige und
nachhaltige Gesundheitssysteme aufzubauen und steuert so dazu bei,
die Kraft zur Selbshilfe zu stärken." Die Mitgliederversammlung, das
höchste Entscheidungsorgan der action medeor, hat diese Entwicklung
auf den Weg gebracht.
    
    Da aus Altersgründen Schatzmeister Josef Stangenberg, Beirat Hans
Hochbruck und Beirat Prälat Dr. August Peters ausgeschieden sind,
wurde im Anschluß an den Bericht des Vorstandes über das
Geschäftsjahr 2000 und die bisherige Entwicklung in diesem Jahr ein
Teil des Vorstandes neu gewählt. Vorstandsvorsitzender ist
Oberstadtdirektor a.D. Heinz-Josef Vogt, stellvertretender
Vorsitzender Kreispharmaziedirektor Heinrich Lauf, Schatzmeister und
neues Mitglied Heinz Gommans, Vorstandsvorsitzender der Volksbank
Krefeld. Das Amt der Beisitzer übernehmen erstmalig Dr. Thomas Menn,
Amtsarzt der Stadt Krefeld und Prof. Dr. Marlis Hochbruck, Inhaberin
des Lehrstuhls für angewandte Mathematik an der
Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.
    
    
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