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Rheinische Post: Hoher Migrationsdruck

Düsseldorf (ots) - von Matthias Beermann

In den meisten Turnhallen wird längst wieder Sport getrieben, und in vielen Kommunen stehen Unterkünfte leer, die auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise eilig organisiert worden waren. Auch wenn die gigantische Aufgabe, Hunderttausende Migranten zu integrieren, noch lange nicht gestemmt ist, scheint die Lage doch unter Kontrolle. An diesem Bild will - wenige Monate vor der Bundestagswahl - niemand kratzen. Dabei ist der Migrationsdruck in Wirklichkeit unverändert hoch. Statt über den Balkan kommen die Flüchtlinge jetzt übers Mittelmeer. Millionen sitzen auf gepackten Koffern. Zwar versucht die EU mit Grenzschutzmissionen, mit finanzieller Hilfe für afrikanische Länder, mit verstärktem Kampf gegen die Schleppernetzwerke den Zustrom wenigstens zu drosseln. Das alles ist richtig, aber es wird nicht ausreichen. Trotz aller Anstrengungen werden in den kommenden Jahren weiter sehr viele Menschen nach Europa kommen. Darauf müssen wir uns endlich vorbereiten: mit einem effizienten und gerechten Asylverfahren. Und einer fairen Lastenverteilung innerhalb der EU.

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