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Rheinische Post: Kommentar: Der Papst in den USA

Düsseldorf (ots) - Es ist der erste Besuch des argentinischen Papstes im Heimatland des Kapitalismus. Also genau jener Gesellschaftsordnung, die Franziskus derzeit so heftig kritisiert. Es dürfte knistern bei der US-Visite des Oberhaupts der Katholiken. Doch zugleich kommt er in ein Land, in dem die katholische Kirche auf dem Vormarsch ist. Die Millionen Migranten aus Lateinamerika - im weiteren Sinne Landsleute des Papstes - verändern derzeit die ethnische und religiöse Zusammensetzung des Einwanderungslandes USA. Auch hier ist für Spannung gesorgt. Schließlich nimmt Franziskus eine schwierige Heiligsprechung vor, die bei den Indianern, den Ureinwohnern des Landes, auf scharfe Ablehnung stößt. Dass mit dem spanischen Missionar Junipero Serra zugleich ein amerikanischer Held geehrt wird, macht die Sache nicht einfacher. Der Papst muss deshalb in den kommenden Tagen die richtigen Worte finden - im US-Kongress, vor der UN-Vollversammlung. Dann wird sich zeigen, ob Franziskus seinem Ruf als Versöhner und Mittler gerecht wird.

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