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Rheinische Post: Kommentar
Berechtigte Forderung der Krankenhäuser = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Eine Zerrung oder ein Knochenbruch beim Freizeitsport, die Platzwunde am Hinterkopf des Sohnes oder ein Magen-Darm-Infekt, der den Kreislauf versagen lässt - in solchen Fällen steuern die meisten Bürger das nächst gelegene Krankenhaus an, um sich behandeln zu lassen. Die Kliniken haben rund um die Uhr geöffnet und verfügen über die notwendigen Diagnose-Instrumente, um die richtige Behandlung einzuleiten. Es ist also nicht verwunderlich, dass die Patienten, die sich als Notfall wahrnehmen, auch dann eine Klinik ansteuern, wenn eigentlich der Praxis-Arzt auch helfen könnte. Diese Entscheidungsfreiheit muss für die Versicherten unbedingt erhalten bleiben. Die Forderungen der Krankenhausgesellschaft nach mehr Mitwirkung bei der Organisation der Notfalldienste und einer besseren Vergütung sind weitgehend berechtigt. Man muss das System nicht gleich vom Kopf auf die Füße stellen und in Zukunft die Kliniken alles regeln lassen. Vielmehr wäre eine gezielte Zusammenarbeit von Praxen und Kliniken optimal. Dann würden weniger schwere Fälle nicht mehr den Wartebereich der Notfallambulanzen der Kliniken verstopfen. Zugleich bliebe für die Patienten die Rund-um-Versorgung erhalten.

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