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Rheinische Post: Kommentar
Prävention mit Augenmaß, bitte! = Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Es ist mehr als zehn Jahre her, dass eine Bundesregierung erstmals versuchte, ein Präventionsgesetz zu verabschieden. Danach haben sich alle weiteren Gesundheitsminister daran die Zähne ausgebissen. Stets wurde es zum Spielball von Bund-Länder- und Lobby-Interessen. Die Chancen, dass diese Variante von Hermann Gröhe nun durchkommt, stehen ganz gut. Im Laufe der Jahre sind die Bürger bereits bedeutend gesundheitsbewusster geworden. Doch die immer wieder neu aufgelegten Gesetzesentwürfe hielten Schritt und schafften immer umfänglichere Maßnahmen, wie sich Gesundheit und Gesundheitsverhalten der Bevölkerung verbessern ließen. Der nun vorliegende Gesetzentwurf schießt in einem Punkt eindeutig über das Ziel hinaus: Es kann nicht Aufgabe der Krankenkassen sein, die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung mitzufinanzieren. Das ist immer noch Aufgabe des Staates. Bei der Umsetzung der Präventions-Paragrafen, die auch viele sinnvolle Punkte enthalten, muss darauf geachtet werden, dass der Ton gegenüber den Versicherten nicht zu bevormundend wird. Denn dann würde man sich eher Widerstand als Bereitschaft zur Änderung des Lebensstils einhandeln.

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