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Kurdische Dimensionen = Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Die Formel "Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt" sollte das militärische Engagement fern der Heimat erläutern. Aber nicht nur die Entwicklung im 5000 Kilometer entfernten Afghanistan geht Deutschland etwas an. Noch mehr gilt das für das 2900 Kilometer nahe Kobane an der syrisch-türkischen Grenze. Deutschland ist durch das dortige Vorrücken der islamistischen Terrormiliz mehrfach herausgefordert. Die IS-Kämpfer haben auch schon Raketen erbeutet. Die Bundeswehr steht in der Türkei bereit, um aus Syrien abgefeuerte Raketen abzufangen. Wollte der Islamische Staat den Krieg ausweiten, gerieten deutsche Soldaten als erste ins Visier. Sorgen muss sich die Politik auch um die innere Sicherheit. So lange Deutschland zusieht, wie Ankara zwischen dem alten Feind Kurdenautonomie und dem neuen Feind Islamismus laviert, haben viele kurdischstämmige Menschen Grund zum Misstrauen. Kurdische und türkische Extremisten müssen zudem daran gehindert werden, die Situation zum Anstacheln von Konflikten zu missbrauchen.

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