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Rheinische Post: Kommentar
Menschen in Not kann man nicht aufhalten = Von Thomas Reisener

Düsseldorf (ots) - Die Zahl der illegalen Einwanderer steigt rapide an. Meistens sind es Menschen in großer Not, die desorientiert und verängstigt durch den deutschen Alltag huschen. Und deshalb oft zur leichten Beute für kriminelle Banden werden, die diese armen Menschen dann für Straftaten missbrauchen. Der Politik die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, greift zu kurz. Welcher Politik denn? Der Landes-, Bundes- oder der Europapolitik? Ob aus politischen oder aus wirtschaftlichen Gründen: Völkerwanderungen gab es immer schon. Sie sind über alle Jahrtausende und Kontinente hinweg eine anthropologische Konstante. Der politische Versuch, diese Menschenströme zu blockieren, hatte in der Weltgeschichte noch nie dauerhaften Erfolg. Aussichtsreich wäre allenfalls der Versuch, die Lebensbedingungen in den Ursprungsländern zu verbessern. Aber das wäre eine Weltaufgabe, und am Ende würde sie wahrscheinlich an den Kosten scheitern. Also müssen wir mit den Flüchtlingen zu leben lernen. Das Softie-Wort "Integration" entwickelt sich zum harten Standortfaktor. Die große Zeit der heute oft belächelten Soziologen, Pädagogen und Religionswissenschaftler wird kommen.

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