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Rheinische Post: Kommentar
Hass auf Israel = Von Matthias Beermann

Düsseldorf (ots) - Wer hätte das gedacht, dass sich einmal auf Deutschlands Straßen eine unheilige Allianz aus Altlinken, Neonazis und Islamisten finden würde, die nur eines eint: ihr Hass auf Israel, der häufig nichts anderes ist als Hass auf alles Jüdische. Die antisemitischen Parolen, die da gebrüllt wurden, sind von vielen Politikern scharf verurteilt worden. Das ist wichtig, aber es reicht nicht aus. Denn unter dem Deckmantel der Israel-Kritik ("Wird man ja wohl noch sagen dürfen . . .") hat sich längst eine bedenkliche Israel-Feindschaft bis in die Mitte der Gesellschaft gefressen. Die Politik der israelischen Regierung darf scharf verurteilt werden, das steht überhaupt nicht in Frage. Doch allzu häufig schwingt dabei ein Ressentiment gegen den Staat Israel mit, dessen schiere Existenz für alles Übel verantwortlich gemacht wird. Da sind wir schnell beim "Krebsgeschwür", das es auszumerzen gilt, wie es Israels Feinde seit mehr als sechs Jahrzehnten fordern. Gegen solche Parolen muss die Justiz einschreiten, müssen wir alle aufstehen. Schweigen würde Duldung bedeuten.

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