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Rheinische Post: Kommentar
Lehren der Wahl: Profil schlägt Trend = Von Horst Thoren

Düsseldorf (ots) - Von wegen Trendwahl! Person und Persönlichkeit machten den Unterschied. Zwar stimmt die Zusammenfassung - CDU vorn, SPD legt zu, FDP stürzt ab, doch überraschend waren die Einzelergebnisse. In Monheim 65 Prozent für die Jugendpartei Peto, 95 Prozent für den 32-jährigen Bürgermeister. In Dormagen absolute Mehrheit für einen 27-jährigen SPD-Newcomer. In Gladbach muss der favorisierte SPD-OB Bude in die Stichwahl, in Düsseldorf CDU-OB Dirk Elbers. Was war ausschlaggebend? In Duisburg sind die Schuldigen schnell ausgemacht: Loveparade und OB Sauerland ließen die CDU schrumpfen. Am Niederrhein gingen viele CDU-Wähler wegen des Pofalla-Effekts nicht zur Wahl, in Neuss wegen parteiinterner Querelen. Hinzu kommt der Kohl-Effekt: Nicht zu merken, wann es genug ist. Daran scheiterten die Bürgermeister von Dormagen und Ratingen. Wer jetzt noch als Amtsinhaber in die Stichwahl muss, kann nicht mehr allein auf den Amtsbonus vertrauen. Die Zeit bis zum 15. Juni wird spannend, weil sich die Herausforderer als echte Alternative präsentieren wollen, die Bürgermeister aber ihre Klientel mobilisieren müssen. Wer ohne Trend gewinnen will, muss überzeugen - mit seiner Person, mit seinem Programm.

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