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Rheinische Post: Obamas Reform lebt

Düsseldorf (ots) - Sicher, der Start von Barack Obamas Gesundheitsreform war blamabel. Doch sechs Monate nach der vermasselten Premiere funktioniert das System, zwar bei weitem nicht perfekt, aber doch immerhin so, dass sieben Millionen Amerikaner eine Krankenversicherung erwerben konnten. Für die meisten ist es die erste ihres Lebens. Es bedeutet einen enormen Gewinn an Sicherheit, nicht gleich den finanziellen Ruin zu riskieren, wenn man wegen einer ernsten Sache ins Krankenhaus muss, in eine dieser horrend überteuerten US-Kliniken. Dass sich die USA als letztes westliches Land zur Versicherungspflicht durchgerungen haben, war die Korrektur eines Anachronismus. Damit steht fest: "Obamacare" überlebt, statt an mangelndem Zuspruch zu scheitern. Allerdings bedeutet es kein Ende der Debatte, im Gegenteil. Das Gros derer, die sich erstmals versichern, kann dies nur tun, weil der Steuerzahler den Schritt - teils opulent - subventioniert. Dafür müssen die Mittelschichten, keineswegs nur Großverdiener, höhere Prämien berappen. Das führt zu Unmut - Obamas Reform spaltet Amerika.

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