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Rheinische Post: Zu hoher Tarifabschluss

Düsseldorf (ots) - Der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst wird viele klamme Kommunen finanziell überfordern. Gemeinden in den strukturschwächeren Regionen wissen schon jetzt nicht, wie sie ihre Haushalte ohne weitere teure Kassenkredite ausgleichen sollen. Vor allem in diesen notleidenden Städten wird mit dem neuen Tarifabschluss zusätzlich Personal abgebaut werden müssen: Deutliche Gehaltssteigerungen im öffentlichen Dienst bedeuten Stellenverluste. Der Service wird schlechter. Bund und Kommunen sollen ihren Beschäftigten drei Prozent mehr Lohn im laufenden und nochmals 2,4 Prozent mehr im kommenden Jahr bezahlen. Die unteren Gehaltsgruppen sollen zusätzlich um den Sockelbetrag von mindestens 90 Euro angehoben werden - wenn es bei der gestrigen Einigung der Verhandlungsführer bleibt. Zusammen ergibt sich ein Jahresgehalts-Plus von fast sechs Prozent. Auch Investitionen werden darunter leiden. Neue Kitas werden nicht eröffnet, Schwimmbäder, Bibliotheken oder Theater geschlossen. Leidtragende sind die, die Steuern und Gebühren zahlen: die Bürger.

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