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Rheinische Post: Preis für Putins Politik

Düsseldorf (ots) - Der historische Vergleich hinkt, gewiss. Aber wer könnte es Polen, Balten oder Tschechen verübeln, wenn das Geschehen auf der Krim bei ihnen böse Erinnerungen weckt? An eine dunkle Epoche, als Diktatoren wie Hitler und Stalin ihre Länder überfielen - und zwar unter dem Vorwand des Schutzes angeblich bedrohter Minderheiten. Die psychologischen Folgen sind verheerend. So hat Putins Griff nach der Krim schon jetzt Jahre mühevoller polnisch-russischer Annäherungen ruiniert. Man hat gerade in Deutschland polnische Warnungen vor der Skrupellosigkeit der russischen Außenpolitik als überzogen belächelt - auch, weil man sich bei lukrativen Geschäften nicht gerne stören lassen wollte. Man hätte die Sorgen in Warschau, aber auch in Riga oder Tallinn ernster nehmen sollen. Nun muss es darum gehen, Putin zu stoppen. Er darf sich nicht durch leichte Beute auf der Krim ermuntert fühlen. Sanktionen, und zwar gezielte Einreiseverbote und Kontensperrungen, müssen der russischen Herrschaftselite klarmachen, dass Putins Machtpolitik für sie einen schmerzhaften Preis hat.

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