Rheinische Post: Verzweifelte SPD Kommentar Von Eva Quadbeck

Düsseldorf (ots) - Mit diesem Wochenende und ihrer Geburtstagsparty im Herzen von Berlin, die selbstverständlich zur großen Wahlkampf-Sause wurde, setzen die Sozialdemokraten zum großen Endspurt in diesem Wahlkampf an. Es hätten sich wohl kaum Zehntausende zu einer Steinbrück-Rede versammelt, wenn vorher nicht die "Prinzen" für lau gespielt hätten. Dennoch waren die Bilder beeindruckend, die die Sozialdemokraten an diesem Wochenende erzeugen konnten. Inhaltlich setzt die SPD dazu an, die Strategie Merkel zu kopieren: Die eigene Angriffsfläche verkleinern und damit dem Gegner die Möglichkeit zur Attacke nehmen. Daher platzierten Kanzlerkandidat Steinbrück und Parteichef Gabriel gezielt zwei Interviews, in denen sie übereinstimmend die angekündigte Steuererhöhungs-Orgie relativierten. Dies wirkt wie eine Verzweiflungstat. Doch nachdem Steinbrück mit seinem strammen Linkskurs bislang erfolglos war, ist die Aufweichung der Steuerpläne eine interessante Wende im Wahlkampf - auch mit Blick auf eine mögliche große Koalition.

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