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Rheinische Post: Luftfracht-Kontrolle Kommentar Von Gregor Mayntz

Düsseldorf (ots) - Machen wir uns nichts vor: Absolute Sicherheit vor Terroranschlägen gibt es nicht. Selbst wenn im Flugzeug nichts passieren könnte, wüssten wir doch im Taxi oder in der S-Bahn vom Flughafen in die Stadt, dass das Paket im Nachbarauto oder Zugabteil von niemandem durchleuchtet wurde und sich als Bombe entpuppen könnte. Trotzdem erleben wir beim Fliegen eine schizophrene Situation: Sobald auch nur ein Koffer ohne zugehörigen Passagier auf dem Gepäckband steht, wird der Abflug gestoppt, müssen die Fluggäste ihre Gepäckstücke identifizieren. Gleichzeitig werden aber unbeanstandet zur gleichen Zeit Dutzende herrenlose Pakete in denselben Jet geladen - zum Teil ungeprüft aus Ländern mit mehr als löchrigen Kontrollen. Während oben das Parfümfläschchen im Handgepäck konfisziert wird, gehen unten die großen Frachtsendungen ohne weiteren Sicherheits-Check an Bord. Seit der Al-Qaida-Bombe im Frachtpaket auf dem Köln-Bonner Flughafen wissen wir, dass das alles keine theoretische Gefahr ist. Deshalb muss gehandelt werden. Nicht irgendwann. Sofort. Denn wir wissen jetzt, wo das Terrornetzwerk uns treffen will. Nicht im Taxi, nicht im Handgepäck, sondern in der Luftfracht.

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