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Rheinische Post: Chance für Karstadt Kommentar Von Reinhard Kowalewsky

Düsseldorf (ots) - Es ist ein gutes Zeichen für die 25.000 Mitarbeiter von Karstadt und auch für Deutschlands Innenstädte, dass nun die Investorengruppe High-Street möglicherweise neuer Inhaber des insolventen Konzerns wird: Denn High-Street gehören die meisten Karstadt-Immobilien. Darum gibt es ein enormes Eigeninteresse, eine dauerhaft stabile Lösung zu finden. Dies schließt einen gewissen Jobabbau nicht aus, es schließt auch nicht aus, einzelne der 120 Häuser zu schließen, doch ansonsten zählt eben nüchternes Kalkül: High-Street will dauerhaft stabile Mieteinnahmen. Also muss das Unternehmen viele Häuser erhalten. Die Gewerkschaft Verdi ist klug, sich einer Kooperation mit High-Street nicht entgegenzustellen - auch wenn künftig bei Karstadt ohne Lohnaufschlag länger gearbeitet werden muss. Bedeutet dies nun das zwangsläufige Ende der von Metro favorisierten Gründung einer "Deutschen Warenhaus AG", in die deren Kaufhof-Häuser sowie einige der 120 Karstadt-Häuser reinkommen sollten? Erst einmal ja, denn die Marke Karstadt würde unter Führung von High-Street weiterleben- unter Führung von Metro/Kaufhof würde sie schnell sterben. Falls die neue Karstadt-Gruppe aber doch scheitert, könnte Metro dann die Reste aufkaufen.

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