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Rheinische Post: Tote in Thailand Kommentar Von Godehard Uhlemann

Düsseldorf (ots) - Der Tourismus ist für Thailand lebenswichtig. Als bedeutender Wirtschaftsfaktor bringt er eine Menge Divisen ins Land und schafft für die Menschen Arbeitsplätze. Dies alles ist in Gefahr, sollten die Gewaltexzesse vor allem in Bangkok weitergehen. Die steigende Zahl der Toten und Verletzten bei der Auseinandersetzung zwischen dem Regierungslager der Gelbhemden und den nach Reformen, Neuwahl und Rücktritt der Regierung rufenden Rothemden führt das Land an den Rand des Bürgerkrieges. Kommt es dazu, ist auch die Monarchie mit der bislang einigenden Kraft des Königs in Gefahr, und das Land droht ins Chaos abzudriften. Thailand ist Südostasiens zweitgrößte Volkswirtschaft. Das Land kann es sich nicht leisten, durch die innenpolitische Kraftprobe, die seit dem Sturz von Ministerpräsident Thaksin Shinawatra 2006 immer wieder auflodert, zu einem Hort fortdauernder Unsicherheit zu werden. Thailand ist gespalten. Der ärmere Norden steht gegen die reichen Stadt-Eliten des Südens. Insofern geht die Auseinandersetzung auch um den Ausgleich von Ungerechtigkeit. Sie lässt sich nicht mit der Macht des Militärs niederknüppeln, sondern nur mit Gesprächen zwischen den Verfeindeten. Ausgleichend kann hier die Monarchie wirken.

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