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Rheinische Post: Kommentar: Islamisten verurteilt

Düsseldorf (ots) - Handzahm und einsichtig gaben sich die "Sauerland-Terroristen" gestern bei der Urteilsverkündung im Düsseldorfer Oberlandesgericht. Der Angeklagte Yilmaz, der zu Beginn des Verfahrens noch getönt hatte, er stehe "nur für Allah" auf, nahm brav seine Kappe ab. Zuvor hatten alle Angeklagten erklärt, dem islamistischen Terrorismus abgeschworen zu haben. Tatsächlich? Oder handelte es sich eher um eine kalkulierte Reue? Das Gericht hat sich von der Inszenierung jedenfalls nicht beeindrucken lassen. Es räumte nur geringe Strafrabatte ein und orientierte sich beim Strafmaß an den Anträgen der Generalbundesanwaltschaft. Angesichts der ungeheuerlichen Anschlagspläne können die Islamisten froh sein, dass für die Verabredung zum Mord im deutschen Strafgesetz keine lebenslange Strafe vorgesehen ist. Vier Islamisten sind nun hinter Gittern, aber ihre "Dschihad-Union" agiert weiter und wirbt in Deutschland neue "Todesengel" an. Diesmal konnten die Pläne verhindert werden. Das ist vor allem den Nachrichtendiensten zu verdanken. Kritiker von Telefon- und Wohnraumüberwachungen werden einräumen müssen, dass diese Maßnahmen mindestens 150 Menschen das Leben gerettet haben. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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