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Rheinische Post: Israel darf sich wehren

    Düsseldorf (ots) - Von Sven Gösmann

    Wer in Tel Aviv oder Jerusalem ein Café besucht, muss am Wachmann vorbei und durch die Sicherheitsschleuse. Wer mit dem Bus fährt, mustert misstrauisch die Leibesfülle jedes Mitreisenden daraufhin, ob dieser nicht einen Sprengstoffgürtel unter der Jacke trägt. Wer in Sderot unweit des Gaza-Streifens über die Straße geht, tut gut daran, den Himmel nach Selbstbau-Raketen der radikalislamischen Hamas abzusuchen. Rund 5500 regneten in den letzten Jahren auf das Städtchen. Dies alles vergegenwärtige sich, wer über die blutige Eskalation in Gaza ein einfaches Urteil fällen will. Krieg ist keine Lösung? Richtig. Aber Israel ist das einzige Land auf der Welt, dessen Vernichtung erklärter Willen nahezu aller seiner Nachbarn ist und dessen Bevölkerung durch den Holocaust erfahren hat, dass Wahnsinn Wirklichkeit werden kann. Die Hamas hat anders als Israel kein Interesse an einer friedlichen Lösung im Nahen Osten. Ihre terroristische Kraft nährt sich aus der Not in den Palästinensergebieten. Die Hintermänner der Terroristen mit ihren Petrodollars im Iran und auch auf der arabischen Halbinsel haben ebenfalls keine Sehnsucht nach Frieden. Israel ist das Feindbild, das die tief zerstrittene arabische Welt überhaupt noch eint. Dieser Krieg wird deshalb dauern. Wir im Westen können nur hoffen, dass Israel ihn gewinnt.

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