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Rheinische Post: Die neue IG Metall

Düsseldorf (ots)

von Antje Höning
Als Berthold Huber vor einem Jahr an die Spitze der IG Metall 
gerückt war, hofften viele auf eine pragmatischere Lohnpolitik. Huber
hat Wort gehalten. Unter seiner Führung stimmte die Gewerkschaft 
einem Abschluss zu, der die verzwickte Lage der Metall-Branche 
berücksichtigt. Zwar hat sie in diesem Jahr prächtig verdient, doch 
die Finanzkrise - die Krise der Autoindustrie zeigt es - lässt 
kräftige Lohnerhöhungen nicht zu. Wichtiger als die eigentliche 
Lohnzahl ist ohnehin die Flexibilität, die der neue Tarifvertrag den 
Betrieben zugesteht. Während Porsche zwei Mal 2,1 Prozent mehr Lohn 
locker verkraften kann, kann dies für Autozulieferer in NRW schon den
Sargnagel bedeuten. Entsprechend sinnvoll ist es, dass Betriebe die 
Lohnerhöhung um sieben Monate in die Zukunft verschieben können. 
Anders als unter Vorgänger Jürgen Peters verzichtete die Gewerkschaft
unter Huber auch auf die übliche Arbeitskampf-Folklore mit 
Urabstimmung und Streiks.
Ein Problem bleibt. Mit der Forderung von aberwitzigen acht Prozent 
mehr Lohn hat die größte deutsche Gewerkschaft unter ihren 
Mitgliedern Hoffnungen geweckt, die nun enttäuscht werden. Die 
schwerste Aufgabe muss Huber noch lösen: den Abschluss seiner Basis 
verkaufen.

Pressekontakt:

Rheinische Post
Redaktion

Telefon: (0211) 505-2304

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