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Rheinische Post: Unterrichtsausfall

    Düsseldorf (ots) - von Detlev Hüwel

    Wem soll man glauben? Die Regierung jubelt über die Halbierung des Unterrichtsausfalls in NRW, während die Opposition von Zahlenakrobatik spricht. Sie kritisiert, dass nur 300 von mehr als 6000 Schulen befragt wurden, erwähnt allerdings nicht, dass sie früher ihre (weitaus schlechteren) Zahlen genau so ermitteln ließ. Also tut sich offenkundig was in puncto Unterrichtsversorgung. Dumm nur für die Schulministerin, dass sie eine flächendeckende Datenerfassung von allen Schulen angekündigt hat. Davon hat sich Barbara Sommer gestern verabschiedet. Immerhin soll es künftig eine breitere Datenbasis auf der Ebene der Regierungsbezirke geben. Mit zweifelhaften Rechenoperationen versucht die SPD den Nachweis zu führen, dass es in NRW 5800 Lehrerstellen weniger gibt als von der Regierung behauptet. Dass die frühere Schulministerin Ute Schäfer (SPD) gestern in der Landtagsdebatte nicht sofort von CDU und FDP mit knallharten Fakten ausgebremst wurde, wirkte irritierend. Doch mag das Land auch noch so viele Lehrer zusätzlich einstellen, eine restlose Beseitigung des Unterrichtsausfalls wird es niemals geben können. Darauf hat die Schulministerin zu Recht verwiesen.

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