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Rheinische Post: Rückkehr der Schröder-SPD

Düsseldorf (ots) - Von Martin Kessler Ein echter Befreiungsschlag sieht zwar anders aus. Aber in der SPD hat der alte Reformflügel wieder die Macht übernommen. Die Rechte jubelt, die Linke fügt sich, und die Mitte hofft auf Geschlossenheit. Die Rochade erfolgte in Schröderscher Manier durch die beiden engsten Mitstreiter des früheren Bundeskanzlers, Müntefering und Steinmeier. Doch so chaotisch der Machtwechsel verlief, und so brutal sich die Partei ihres schwachen Vorsitzenden entledigte: Die neue Führung der SPD hatte keine andere Wahl. Mit jedem Tag unter Beck demontierte sich die Partei selbst. Müntefering und Steinmeier, das neue sozialdemokratische Spitzenduo, darf nun die Fehler Becks nicht wiederholen. Es muss durch eine konsequente Linie die verlorene Glaubwürdigkeit der SPD wiederherstellen. Müntefering hat das eindrucksvoll unterstrichen, in dem er einen Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei ankündigte. Am Ende ihrer Diskussionen ist die SPD damit aber nicht. Die Linke wird sich wieder sammeln. Die Hessin Ypsilantie agiert im freien Raum. Und es stehen womöglich weitere Personalwechsel an. Weder die Person des Generalsekretärs noch die des Fraktionsvorsitzenden sind sakrosankt. Hier die Balance zu wahren und die Partei zu einigen, gehört zur Aufräum-Arbeit von Müntefering und Steinmeier. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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