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Rheinische Post: Sommer-Krise

    Düsseldorf (ots) - Von Gerhard Voogt

    Gestern war kein angenehmer Tag für Schulministerin Barbara Sommer (CDU). Nachdem unsere Zeitung berichtet hatte, sie werde von dem Medien-Profi Michael Spreng beraten, musste sie viele Anfragen beantworten. Sommer, der die Nachricht offenbar peinlich ist, verschanzte sich zunächst hinter einem vagen Dementi. Erst am Nachmittag rang sie sich zu einem Eingeständnis durch. Ja, sie kenne den PR-Experten. Bei einem Treffen habe man sich über allgemeine Themen der Schulpolitik unterhalten. Einen Beratervertrag gebe es nicht. Der Vorgang wirft einmal mehr kein gutes Licht auf das Krisenmanagement im Schulministerium. Erst wenn sich die Wahrheit nicht länger durch Nebelkerzen verschleiern lässt, reagiert die Spitze des Hauses. Eine Salami-Taktik, die erst kürzlich gescheitert ist, als die Pannen beim Zentralabitur nur scheibchenweise eingeräumt wurden. Damals griff Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) ein. Offen bleibt, ob die "Sommer-Krise" zu personellen Konsequenzen führt. Die Ministerin hat mehrfach bekräftigt, ihr Sprecher werde seinen Posten behalten. Bleibt es dabei? Oder wird die Realität nach dem Ferien doch anders aussehen? Ein erneutes Lavieren wäre fatal.

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