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Rheinische Post: Energie-Desaster Kommentar VON THOMAS REISENER

    Düsseldorf (ots) - Die Extrem-Preise für Energie sind keine Überraschung. Schließlich wird Öl seit 30 Jahren knapp. Allenfalls überrascht, dass es nicht noch teurer ist: Die historisch hohen Ölpreise sind nur deshalb gerade noch beherrschbar, weil sie zufällig auf einen historisch schwachen Dollar treffen. Deutschland kauft sein Öl in Dollar. Aber Öl wird immer knapper. Und der Dollar wird irgendwann steigen. Die Krisen werden also häufiger und heftiger. Wir müssen unsere Abhängigkeit vom Öl verringern. Mit weniger Verbrauch und anderen Energiequellen. Aber hier hat die Politik bislang versagt. Im Kern haben sich alle Parteien darauf beschränkt, einzelne Energiequellen zu verteufeln. Unter Verweis auf Tschernobyl die Atomkraft, unter Verweis auf das Klima den Kohle-Strom und unter Verweis auf die Kosten die regenerativen Energien. Was wir stattdessen wollen, wissen wir auch 30 Jahre nach der ersten Ölkrise noch nicht. Windkraft und Sonnenstrom alleine reichen leider nicht. Inzwischen sind die Energiekosten aber so hoch, dass sie Bürgerthema Nummer Eins geworden sind. Sie werden mit über die nächste Bundestagswahl entscheiden. Parteien, die bis dahin immer noch kein tragfähiges Konzept servieren, sind chancenlos.

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