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WAZ: EU-Agrarkommissarin bleibt hart gegenüber deutschen Bauern

    Essen (ots) - EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel zeigt sich unbeeindruckt von der Kritik aus Deutschland an ihren Kürzungsplänen für Direktzahlungen an Bauern. "Ich sehe nicht, dass das eine große Katastrophe ist", sagt Fischer Boel im Interview mit der in Essen erscheinenden Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) in der Samstagsausgabe. Schließlich seien die Vorschläge ja bereits entschärft worden. "Wir hatten ursprünglich ziemlich harte Kürzungen für die Großbetriebe im Sinn." Außerdem erinnert sie daran, dass die Großen Möglichkeiten haben, "ihr Geld zurückzubekommen", indem sie sich um Hilfen für den ländlichen Raum bemühen.

    "Ich habe jetzt auf den Tisch gelegt, was ich für angemessen halte", antwortet die Dänin auf die Frage nach weiteren Zugeständnissen an die deutschen Höfe. Die Erfolgsaussichten ihres Vorschlags bewertet sie zuversichtlich: "Ich denke, er hat Chancen durchzugehen."

    Am Dienstag hatte Fischer Boel ihre Pläne offiziell vorgestellt. Deutschlands Raiffeisen- und Bauernverbände hatten darauf ablehnend reagiert. Die EU-Kommissarin will einen steigenden Anteil der direkten Agrarsubventionen in Projekte für den ländlichen Raum umleiten, insbesondere für den Umweltschutz. Auch die Bundesregierung sieht die vorgeschlagene Kürzung der Direktzahlungen, die vor allem große Empfänger treffen, kritisch. Ab Sonntag werden die Vorschläge beim Informellen Treffen der EU-Agrarminister erstmals intensiv diskutiert.

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