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Rheinische Post: Der schwierige Partner Russland Von Martin Kessler

Düsseldorf (ots) - Im Umgang mit Staaten wie Russland oder China neigt Bundeskanzlerin Angela Merkel gerne zum Falken. Das entspricht ihrer Lebensphilosophie. Angepasste Tauben gibt es ohnehin zu viele. So benennt sie die Defizite dieser Partner bei Menschenrechten und der Behandlung von Minderheiten häufig öffentlich sehr zum Ärger der Mächtigen in Moskau und Peking. Aber Merkel ist im Umgang mit solch schwierigen Partnern durch und durch rational. Sie weiß um die Interessen Deutschlands sowie die Russlands und Chinas. Im neuen russischen Präsidenten Dmitri Medwedew hat sie einen Gleichgesinnten gefunden. Der frühere Vize-Chef des Gasriesen Gazprom kennt die westliche Welt, war als Geschäftsmann angelsächsisch geprägt. Daraus könnte eine neue Partnerschaft mit diesem schwierigen Land erwachsen nüchtern, von Interessen geleitet, aber nicht kumpelhaft freundschaftlich. Russland ist für die deutsche Wirtschaft als Energielieferant, aber auch als Absatzmarkt von essenzieller Bedeutung. Wenn Moskau den Hahn abdreht, liegen große Bereiche der deutschen Industrie brach. Das schafft Erpressungspotenzial, aber auch die Grundlage für eine dauerhaft stabile Beziehung. Denn die Russen haben ein großes Interesse, mit der EU-Macht Deutschland zu kooperieren. Pressekontakt: Rheinische Post Redaktion Telefon: (0211) 505-2303 Original-Content von: Rheinische Post, übermittelt durch news aktuell

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