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Rheinische Post: Grenzwertig Kommentar VON DETLEV HÜWEL

    Düsseldorf (ots) - An seiner Feststellung wird NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg gemessen werden. Die Belastung der Ruhr mit der giftigen Substanz PFT liege überall unter dem Grenzwert, hat er versichert und damit zugleich alles Gerede über angebliche Manipulationen seines Hauses mit PFT-Tabellen vom Tisch gewischt. Nur die Grünen hängen noch Verschwörungstheorien an. Sie hätten allen Grund zu schweigen, denn unter ihrer früheren Umweltministerin Bärbel Höhn ist das PFT-Problem nun wirklich nicht gelöst worden. Allerdings fiel auf, dass die FDP gestern nachsetzte und der CDU "politische Dusseligkeit" vorwarf. Eine Revanche für den jüngsten Koalitionsstreit um Umweltzonen im Revier? Einhellig ist dagegen die Verärgerung über das Informations-Hickhack nach dem Chemiebrand in Köln-Worringen. Den Bürgern fehlte der Durchblick durch den Grenzwerte-Dschungel. Offenbar funktionierte die Zusammenarbeit von Stadt und Bezirksregierung nicht richtig. Dass sich die Mittelbehörde jetzt, mehr als drei Wochen nach dem Brand, geweigert haben soll, an einer Bürger-Veranstaltung teilzunehmen, ist ein Skandal. Uhlenberg muss dem Kölner Regierungspräsidenten, seinem Parteifreund Lindlar, klarmachen, dass es so nicht geht.

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