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Weser-Kurier: Sara Sundermann über die Zivilklausel an Hochschulen

Bremen (ots) - Natürlich verändert es einen Studiengang an einer öffentlichen Hochschule, wenn die Bundeswehr direkter und bislang einziger Kooperationspartner für das Fach wird. Um die Debatte in den Seminarräumen zu verändern, braucht es keine formal veränderten Lehrpläne oder Prüfungsvorgaben. Das wird im Alltag gar nicht zu verhindern sein. Freies Denken an den Hochschulen zu ermöglichen, sollte für Bremen von Bedeutung sein. Deshalb ist es richtig, dass die Kooperation kritisch diskutiert wird. Wenn die Zivilklausel, die Rot-Grün im vergangenen Jahr gezielt gestärkt und im Gesetz verankert hat, etwas wert ist, wie kann dann eine Kooperation mit der Bundeswehr damit vereinbar sein? In solchen Fällen zeigt sich, ob die Zivilklausel letztlich nur eine hübsche Floskel ist, die real nichts bewirkt. Wenn das so ist, kann man sie auch konsequenterweise abschaffen. Die Bremer Hochschule setzt in Zeiten drohender Finanzierungslücken auf neue Kooperationspartner - wohl auch, um Studienplätze zu bezahlen und zu ermöglichen, die es sonst so nicht gäbe. Fraglich genug. Doch wenn die Zivilklausel in solchen Fällen nicht greift, verkümmert sie zum Papiertiger.

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