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Weser-Kurier: Über Donald Trumps Ausfälle schreibt Thomas Spang:

Bremen (ots) - Donald Trumps verbaler Amoklauf gegen Hillary Clinton lässt wenig Spielraum für Interpretationen. Wie sonst, wenn nicht als Ruf zur Gewalt, kann die Aussage verstanden werden, dass die Unterstützer des Rechts, Waffen zu tragen, vielleicht etwas gegen eine Präsidentin Clinton tun könnten, wenn diese unliebsame Verfassungsrichter benenne. Trump suggerierte im Klartext ein Attentat auf seine politische Gegnerin und muss dafür politisch zur Rechenschaft gezogen werden. Als Person des öffentlichen Lebens trägt der Präsidentschaftskandidat nicht nur die Verantwortung für das, was aus seinem Mund kommt, sondern auch für das, was seine Anhänger daraus machen.Trump schafft seit geraumer Zeit ein Klima der Gewalt, in dem aus Worten nur allzu leicht Taten werden können. Vor allem in einem Land, dessen Geschichte mit dem Blut politischer Attentate nur so getränkt ist. Leider war das auch kein Ausrutscher, sondern entspricht einem Muster, das den National-Chauvinisten prägt. Wenn die Führer der Republikaner nicht in Mithaftung genommen werden wollen, gibt es spätestens seit dem Gewaltaufruf von Wilmington keine Alternative mehr: Sie müssen den verbalen Amokläufer stoppen, ehe Schlimmeres passiert.

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