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Weser-Kurier: Über die Anschlagserie in Bayern schreibt Ralf Müller:

Bremen (ots) - Die drei Bluttaten in Bayern innerhalb einer Woche sind von Ausführung und Motivation verschieden, aber sie haben auch Gemeinsamkeiten. Ob Amoklauf à la Breivik oder Selbstmordattentat mit islamistischem Hintergrund - in allen drei Fällen handelte es sich um junge Männer mit Migrationshintergrund, die vorher mit psychischen Problemen in Erscheinung getreten waren. Eines ist sicher: Um solche Amokläufe zu verhindern, helfen weder strengere Waffengesetze noch der Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Und auch die radikale (und nicht realisierbare) Forderung nach einem totalen Einwanderungsstopp ist wenig hilfreich, denn die Menschen sind ja bereits hier. Die Forderung, sich die Einwanderer genauer anzusehen, hören sich gut an, gehen aber ins Leere. Die drei Täter hätte man auf diesem Wege nicht herausfiltern können. Und einer von ihnen wurde sogar in Deutschland geboren. Psychisch auffällige junge Männer der Polizei zu melden, wäre ein eklatanter Bruch der ärztlichen Schweigepflicht. Niemand würde sich mehr in psychiatrische Behandlung begeben, wenn er befürchten müsste, dass seine Patientendaten bei den Sicherheitsbehörden landen. Außerdem kann man nicht jeden psychisch auffälligen jungen Mann überwachen lassen. Ja, es wäre schön, könnte man ein paar Gesetze erlassen, einen Schalter umlegen und einen Knopf drücken - und schon wäre es zuende mit solchen Schreckensmeldungen. Doch leider ist die Welt so einfach nicht. Es bleiben nur die üblichen Maßnahmen: personell und sachlich gut ausgestattete Sicherheitsbehörden - und auch aufmerksame Bürger.  Die politische Großwetterlage in Deutschland wird durch die Horror-Serie nicht erfreulicher. Man darf schon jetzt davon ausgehen, dass die AfD durch die Fälle von importiertem Hass weiter Zulauf bekommt und Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr verhängnisvoller Satz "Wir schaffen das" erneut um die Ohren fliegt.

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