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Weser-Kurier: Über die Kriminalstatistik schreibt Alice Echtermann

Bremen (ots) - Wieder steht das Bundesland Bremen als einer der traurigen Spitzenreiter da. Die dritthöchste Quote von Straftaten pro 100 000 Einwohner. Die drittniedrigste Aufklärungsrate von Verbrechen. Insbesondere der bundesweit höchste Anstieg der Kriminalität um sieben Prozent ist ein Anlass zur Sorge. Dennoch müssen die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2015 (PKS) nicht zu Wut und Panik verleiten. Denn wie bei jeder Statistik sollte man sie ins Verhältnis setzen. Berlin, Hamburg und Bremen sind die Bundesländer mit der höchsten Kriminalität. Das ist nicht schön. Sie sind jedoch auch die flächenmäßig kleinsten und am dichtesten besiedelten Länder. Als Stadtstaaten haben sie einen statistischen Nachteil gegenüber Flächenländern. In urbanen Gebieten ist die Kriminalität stets höher - und schaut man sich Bremen nicht mehr als Bundesland, sondern als Großstadt an, wird klar, wie relativ Zahlen sind. Im Vergleich mit anderen Großstädten steht Bremen nämlich gar nicht mehr so schlecht da. Dort verzeichneten beispielsweise Hannover und Köln größere Häufigkeiten, und der Spitzenreiter heißt auf einmal nicht mehr Berlin, sondern Frankfurt am Main.

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