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Weser-Kurier: Über die Stahlkrise schreibt Maren Beneke:

Bremen (ots) - Die Mitarbeiter der Bremer Hütte sind verzweifelt: Zwar haben sie alle Hände voll zu tun, aber mit den Produkten, die sie herstellen, ist derzeit kaum noch Geld zu verdienen. Eine Situation, die kaum nachvollziehbar erscheint. Die Chinesen überschwemmen die Märkte mit billigem Stahl. Und nirgendwo sonst haben sie es so leicht, den Rohstoff loszuwerden, wie in der EU - denn im Gegensatz zu vielen anderen Ländern gibt es hierzulande keine Importzölle auf Stahl. Doch damit nicht genug: Die EU will ihre Umweltvorschriften weiter verschärfen. Dagegen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Doch am Ende trifft es mit der Stahlbranche auch diejenigen, die schon jetzt unter massivem Kostendruck stehen. Was das am Ende der Ökobilanz nutzt? Ein Treppenwitz der Geschichte: Denn durch den chinesischen Stahl wird schon jetzt ein Drittel mehr CO2 in die Luft geblasen als durch den EU-Stahl. Die Kosten, die durch die Umweltvorschriften in Europas Stahlbranche entstehen, werden zu weiterem Ungleichgewicht in Richtung China führen. Und das bedeutet: noch mehr CO2. Denn Chinesen ist der Umweltschutz herzlich egal.

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