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Weser-Kurier: Kommentar von Peter Hanuschke über Hapag-Lloyd

Bremen (ots) - Ein schwächelnder Markt in China, viele Unruheherde, die die Weltwirtschaft zum Wanken bringen können und zudem die VW-Krise, deren Folgen insgesamt für die deutsche Industrie noch nicht absehbar sind - es gibt sicherlich bessere Zeiten, um mit einem Unternehmen an die Börse zu gehen. Deutschlands größte Container-Reederei Hapag-Lloyd will es dennoch tun. Und vielleicht stößt das Hamburger Unternehmen ja gerade in diesen Zeiten auf Anlegerinteresse, das auf langfristigen Erfolg setzt. Mit dem frischen Kapital will Hapag-Lloyd unter anderem in sechs neue Schiffe in der Supergröße von 18000 bis 20000 Standardcontainern Tragfähigkeit investieren. Dieses Vorhaben kann nur als Investition bewertet werden, die sich erst in ein paar Jahren positiv bemerkbar machen könnte. Kurzfristig werden die Renditen nicht nach oben schnellen - dafür gibt es weltweit noch zu viel Frachtraum-Überkapazität in der seit sieben Jahren andauernden Schifffahrtskrise. Das antizyklisches Investieren durchaus eine sinnvolle Strategie ist, das zeigen seit Jahrzehnten erfolgreich die griechischen Großreeder: Die vergrößern in Krisen grundsätzlich ihre Flotten.

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